Der Weg von Lena Fuchs in ihr heutiges Business war kein geplanter Karriereschritt, sondern eine konsequente Folge innerer Klarheit. Schon früh wusste sie, dass ein klassisches Angestelltenverhältnis für sie keine langfristige Lösung sein würde. Freiheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, unterschiedliche Fähigkeiten miteinander zu verbinden, waren für sie wichtiger als klare Berufsbezeichnungen.
Von systemischer Beratung zur Selbstständigkeit
Bevor Lena im Online-Marketing sichtbar wurde, war sie bereits selbstständig – als systemische Familienberaterin. Sie arbeitete aufsuchend in Bielefeld und Gütersloh, unter anderem in Zusammenarbeit mit Jugendämtern und freien Trägern. Die Arbeit war intensiv, ortsgebunden und stark an persönliche Präsenz geknüpft.
Mit ihrem Umzug nach Mannheim vor fünf Jahren änderten sich die Rahmenbedingungen. Die bisherige Selbstständigkeit ließ sich nicht einfach fortführen. Übergangsweise ging Lena wieder in eine Anstellung – mit dem klaren Gefühl, dass dies keine Dauerlösung sein würde.
„Ich wollte nie wirklich angestellt sein“, sagt sie. „Und ich wusste schnell, dass ich mir wieder etwas Eigenes aufbauen werde.“
Schreiben als verbindendes Element
Parallel zur Beratung hatte Schreiben schon immer eine zentrale Rolle in Lenas Leben gespielt. Während ihres Studiums verdiente sie ihr Geld damit, wissenschaftliche Texte in den Bereichen Psychologie, Lehramt, Soziale Arbeit und Erziehungswissenschaften zu verfassen. Ghostwriting, erklärt sie, sei rechtlich eindeutig – und fachlich anspruchsvoll.
Diese Fähigkeit wurde später zur Brücke in eine neue Richtung. Lena absolvierte eine Weiterbildung zur Copywriterin und machte sich erneut selbstständig – diesmal ortsunabhängig.
Schnell wurde ihr klar, wie wertvoll ihre bisherigen Ausbildungen für ihre Arbeit im Marketing waren. Psychologisches Verständnis, systemisches Denken und sprachliche Präzision griffen ineinander. Marketing wurde für sie nicht zur Technik, sondern zur Beziehungsgestaltung.
Beratung vor Umsetzung
Als Copywriterin begann Lena, Unternehmen nicht nur Texte zu liefern, sondern sie zunächst zu beraten. Inhalte sollten nicht einfach formuliert, sondern verstanden werden. Aus einzelnen Beratungen wurden umfangreichere Prozesse, aus klaren Empfehlungen langfristige Begleitung.
„Meine Angebote sind mit mir gewachsen“, sagt sie. „Irgendwann war klar, dass es ein Mentoring geworden ist.“
Heute arbeitet sie als systemische Marketing Mentorin und begleitet Unternehmer:innen dabei, ihr Marketing so aufzubauen, dass es zu ihnen passt – fachlich, menschlich und langfristig.
Kein Auslöser, sondern ein innerer Drang
Einen konkreten Moment, der alles verändert hat, kann Lena nicht benennen. Vielmehr war es ein dauerhaftes Gefühl. Das Wissen, nicht in ein festes Berufsbild zu passen. Die Erfahrung, sich eingeengt zu fühlen, wenn sie nur eine Sache „gegen Geld“ tun darf.
„Ich wollte einfach sein, wer ich bin – und daraus meinen Lebensunterhalt machen“, sagt sie. Ein Gefühl, das viele kennen, aber nur wenige konsequent verfolgen.
Ein Weg, der nicht glatt sein musste
Lena beschreibt ihren Weg als steinig, impulsiv, stellenweise leicht, dann wieder holprig. Lustig, anstrengend, motivierend – für manche verwirrend, für sie selbst vollkommen authentisch.
Geradlinigkeit war nie ihr Ziel. Stimmigkeit schon.
Ein Business ist nie fertig
Die Frage, wann ein Business „Form annimmt“, betrachtet Lena bewusst anders. Für sie hat ein Business von Anfang an eine Form – nur eben keine endgültige.
„Es verändert sich ständig. Und das hört auch nicht auf“, sagt sie. Wer sich selbstständig mache, um irgendwann fertig zu sein, sollte besser gar nicht anfangen.
Wichtig sei nicht das Ziel, sondern die Freude am Prozess. Ideen, Unzufriedenheit, Weiterentwicklung – all das gehört für sie selbstverständlich dazu.
Kundengewinnung durch Klarheit und Aktivität
Ihre ersten Kund:innen gewann Lena durch eine Mischung aus Marketing, Funnel-Strukturen und aktiver Akquise. Kein Zufall, kein Warten auf Sichtbarkeit – sondern bewusstes Handeln.
Heute erklärt sie diese Schritte detailliert in eigenen Trainings, ordnet sie ein und verbindet sie mit der Frage, wie sich Kundengewinnung für die Unternehmer:innen selbst anfühlen darf.
Wachstum verändert auch die Kunden
Mit der Zeit veränderte sich nicht nur Lenas Selbstverständnis, sondern auch ihre Ausstrahlung. Mit jeder überwundenen Hürde wuchs das Vertrauen in die eigene Kompetenz. Diese Sicherheit wirkte nach außen – und zog andere Kund:innen an.
„Je sicherer du wirst, desto klarer wird auch, mit wem du arbeitest“, sagt sie. Die Zusammenarbeit vertiefte sich, die Prozesse wurden bewusster, die Beziehungen langfristiger.
Zweifel als notwendiger Bestandteil
Zweifel gehören für Lena bis heute dazu. Nicht als Schwäche, sondern als wichtiger Marker. Sie empfiehlt, regelmäßig innezuhalten und zu prüfen, ob das eigene Business noch zum gewünschten Leben passt.
„Das ist normal“, sagt sie. „Und wahrscheinlich das Gesündeste, was du für dich tun kannst.“
Für Lena ist Unternehmertum kein Zustand, den man erreicht, sondern ein fortlaufender Abgleich zwischen innerem Anspruch und äußerer Realität. Genau diese Haltung prägt ihre Arbeit – und macht sie für viele so anschlussfähig.
Was Lena Fuchs von anderen Marketing-Mentorinnen abhebt und was sie inspiriert, lesen Sie hier.


